Gedanken für den 17.12.2022

Gottes Absicht ist groß

"Ich weiß nicht, was morgen sein wird. Wenn ich die Angst vor dem Morgen loslasse, ergibt sich die große Chance für das Heute: Dankbarkeit und Genügsamkeit für diesen Tag mit seinen hellen und dunklen Stunden. Wenn ich an Gott denke, wird das Morgen seine Sache werden. Und meine Verantwortung dafür wächst. Ich sage mir: Du willst dich doch nicht kümmerlich um das Heute bringen durch deinen Kummer um das bevorstehende Morgen. Auf die Zukunft kann ich nicht bauen. Ich baue auf Gott, der für mich seine Zukunft bereithält. Meine Zukunft lasse ich Gott etwas angehen. Er allein wird sie bereithalten. Vielleicht haben mich lange Krankheit und schwere Behinderung nicht nur eingeengt in Grenzen, sondern auch befreit von dem zu vielen Plan-Denken und dem zwingenden Planen-Müssen. Ich warte auf das Ungeplante, das von Gott Geplante. Vielleicht wird, wenn ich von meiner Zukunft absehen kann, Gottes Absicht mit mir erst recht groß!" (Lieselotte Jacobi)
"Es ist nicht meine Sache, an mich zu denken!
Es ist meine Sache, an Gott zu denken!
Es ist Gottes Sache, an mich zu denken!"
(Simone Weill)

Siehe, des Herrn Auge achtet auf alle, die ihn fürchten.
Psalm 33,18




Axel Kühner "Eine gute Minute, 365 Impulse zum Leben"

© 1994 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 11. Auflage

2015

Mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Quelle: www.miriam-stiftung.de