Gedanken für den 02.04.2021

Ein Bild des Todes

Der berühmte Erzbischof von Mailand, der Heilige Karl Borromäus, ließ einst einen Künstler ein Bild malen, das den Tod darstellen sollte. Der Maler fertigte einen Entwurf an und zeigte dem Bischof den Tod als Knochenskelett mit einer Sense in der Hand. Doch damit war der Erzbischof überhaupt nicht einverstanden. So wollte er den Tod nicht gemalt haben. "Male den Tod als einen Engel mit einem goldenen Schlüssel in der Hand!"
Wir wissen um die Grausamkeit des Todes und die schmerzliche Erfahrung des Sterbens. Der Tod ist wirklich nicht der "Freund Hein", der uns vom Leben erlöst. Aber er ist im Glauben an die Auferstehung Jesu auch nicht der Sensenmann, der als Skelett uns bedroht. Seit Jesus den Tod überwunden und ein ewiges Leben eröffnet hat, kann der Tod auch ein Engel sein, der uns die Tür zum Vaterhaus und zur ewigen Herrlichkeit aufschließt.

Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle!
Offenbarung 1,17f




Axel Kühner "Zuversicht für jeden Tag"
© 2002 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 7. Auflage
2017
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages
Quelle: www.miriam-stiftung.de