Gedanken für den 22.02.2021

Einsichten

"Wem das Wasser bis zum Hals steht, der sollte seinen Kopf nicht hängen lassen!" Das Sprichwort ist witzig und einsichtig, aber der Appell ist negativ begründet.
"Die Menschen werden vergehen vor Furcht, denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken geraten. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!", sagte Jesus einst zu seinen Jüngern. Seine Aufforderung ist positiv begründet, nicht mit dem Untergang, sondern mit der Erlösung.
Wir können die Schöpfung bewahren, weil wir ansonsten die Folgen zu spüren bekommen. Wir können sie aber auch bewahren aus Liebe zu Gott.
Wir können mit Armen und Notleidenden teilen, weil sie uns eines Tages mit in das Verderben hineinziehen könnten. Wir können aber auch helfen aus Liebe und um der anderen willen.
Wir können mit falschen Lebensweisheiten aufhören, weil wir sonst daran zugrunde gehen. Wir können auch auf Gott "aufhören" und seinem Maß und seiner Weisung folgen.
Wir können in die Gemeinde gehen, um der Einsamkeit zu entfliehen. Wir können aber auch, um den Leib Christi zu stärken und in der Welt sichtbar zu machen, uns in die Gemeinde einbinden lassen.
Lassen wir uns die Einsichten aus der Not und Bedrohung geben?
Oder gewinnen wir die Einsichten aus der Liebe und dem guten Rat Gottes zu einem besseren Leben? Lassen wir uns nur durch massive Bedrohungen verändern? Oder wird uns die starke Liebe Jesu ziehen und erneuern?

Und weil die Ungerechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird selig werden!
Matthäus 24,12f




Axel Kühner "Zuversicht für jeden Tag"
© 2002 Neukirchener Verlagsgesellschaft mbH, Neukirchen-Vluyn, 7. Auflage
2017
Mit freundlicher Genehmigung des Verlages
Quelle: www.miriam-stiftung.de